Pflanze des Monats August 🪴
Pflanze des Monats August 🪴
Pflanze des Monats August 🪴

Bartblume – Duftender Halbstrauch mit seltenem Blau

Die Bartblume (Caryopteris × clandonensis) gehört zu den Pflanzen, deren Blüten im Garten sofort auffallen. Ihr intensives Blau wirkt besonders eindrucksvoll, denn natürlich vorkommende Blautöne sind in der Pflanzenwelt vergleichsweise selten. Von Juli bis September bringt sie damit noch einmal frische Farbe in sommerliche Pflanzungen. Das „ד im botanischen Namen verweist übrigens auf ihre Entstehung aus einer gärtnerischen Kreuzung.

Halbstrauch mit aromatischem Laub

Auch wenn sie auf den ersten Blick wie eine Staude erscheinen mag, ist die Bartblume ein Halbstrauch mit verholzter Triebbasis. Sie wächst aufrecht und erreicht in der Regel eine Höhe und Breite von etwa 80 bis 100 Zentimetern. Ihre Blätter zeigen sich oberseits dunkelgrün, unterseits graugrün und unregelmäßig gezahnt. Hinzu kommt ein auffallend aromatischer Duft, der der Pflanze eine besondere Eigenart verleiht.

Sonniger Standort und zurückhaltende Pflege

Damit sich die Bartblume gut entwickeln kann, braucht sie einen vollsonnigen und windgeschützten Standort. Da sie etwas frostempfindlich ist, sollte sie im Winter mit einer schützenden Schicht aus Laub abgedeckt werden. Für Kübelpflanzen empfiehlt sich ein geschützter Platz in einem ausgepolsterten Holzkasten. Gepflanzt wird die Bartblume am besten im Frühjahr, damit sie bis zum Winter gut einwurzeln kann. Sie gilt als pflegeleicht und kommt mit nur wenigen zusätzlichen Nährstoffen gut aus. Auch beim Gießen zeigt sie sich eher zurückhaltend, solange der Standort nicht zu trocken wird.

Rückschnitt im Frühjahr und unkomplizierte Vermehrung

Wie viele Sommerblüher wird auch die Bartblume im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten. Dabei genügt es, sie etwa eine Handbreit über dem Boden einzukürzen. Danach bildet sie lange neue Triebe, an denen später die Blüten erscheinen. Diese Triebe lassen sich im Juni auch zur Vermehrung nutzen, indem sie in durchlässige, nährstoffreiche Anzuchterde gesteckt werden.

Robust mit feinem Schutzmechanismus

Dank der im Laub enthaltenen ätherischen Öle zeigt sich die Bartblume robust und wenig anfällig gegenüber vielen Schädlingen und Pflanzenkrankheiten. Problematisch kann vor allem ein zu feuchter Standort werden, da dann Wurzelkrankheiten auftreten können. Ein graufilziger Überzug auf den aufrechten Trieben schützt die Pflanze zudem vor Hitze und Trockenschäden.

So zeigt sich die Bartblume als pflegeleichter Sommerblüher, der mit Duft, intensiver Blütenfarbe und filigranem Wuchs einen besonderen Platz in sommerlichen Gärten einnimmt.

Zurück
Zur Startseite